Türöffnung nur für Feuerwehren und Hilfsorganisationen
In diesem Grundkurs bieten wir speziell für den Anwendungsbereich "Feuerwehr" eine praktische und theoretische Ausbildung: "Notfallmäßiges Öffnen von Zylindern, Schlössern, Türen und Fenstern" an.
Beim führenden Chemieunternehmen BASF hat das Seminar bereits, im Auftrag der Fa. Massong, stattgefunden. Original-Feedback der BASF: "... das Seminar war sehr gut, das Ausbildungskonzept auf unsere Belange zugeschnitten. Gerne werden wir nächstes Jahr ein weiteres Seminar buchen. Herzlichen Dank..."
Am 23.2.2010 hat H. Alexander Wohmann bei uns einen Grundkurs "Türöffnung bei Gefahr" durchgeführt.
H. Wohmann hat uns das notwendige Hintergrundwissen, sowie die praktischen Handgriffe in sehr verständlicher und vor allem praxisnaher Art vermittelt. Man hat deutlich gemerkt, dass er auch in der Praxis (Feuerwehreinsatz) schon mehrfach Türen aus Notsituationen heraus geöffnet hat. Auch hat er uns die bereits vorhandenen Geräte ausführlich erklärt und uns die Vor- und Nachteile deutlich gezeigt. Hervorzuheben ist, dass es in dem Grundkurs immer um die Sache ging und nie darum etwas zu verkaufen. Uns, der Feuerwehr Niedernberg, hat dieser Grundkurs viel "Know How" in Sachen Türöffnung gebracht. In technischer Hinsicht wie auch auf dem rechtlichen Gebiet und der Einsatztaktik.
Vielen Dank.
Norbert Friedl
ZF der Feuerwehr Niedernberg
Hallo,
-Türöffnung durch die Feuerwehr- Eigentlich hat man sich bis vor
kurzem in unseren Reihen noch nie so richtige Gedanken über dieses
Thema gemacht. Das mag viele Gründe haben, unter anderem sicher die
"fehlenden" Einsätze. Da es aber so gut wie sicher ist, dass auch
die "kleinste Feuerwehr" irgendwann mit einer Türöffnung oder einem
stecken gebliebenen Aufzug konfrontiert wird, hatten wir uns dazu
entschlossen eine Anschaffung in Sachen Türöffnungswerkzeug zu
tätigen.
Eine E.- Mail Nachricht unseres KBI kam zu diesem Zeitpunkt genau
richtig.
Der Inhalt: Ein Seminarangebot der Feuerwehr Hofheim mit der
Bezeichnung: "Notfallmäßiges Öffnen von Türen, Schlössern, Fenstern,
Fahrzeugen und Aufzügen - Anwendungsbereich Feuerwehr -" Beim ersten
telefonischen Kontakt mit einem der Ausbilder wurde mir, bzw.
unserer Feuerwehr geraten, eine Anschaffung erst nach einem solchen
Seminar zu tätigen.
Wohl dem, der diesen Rat befolgt. Wir haben diesen Rat befolgt, ein
achtstündiges, hochinteressantes, sehr gut gestaltetes Seminar bei
der Feuerwehr Hofheim besucht und viel gelernt.
Ich kann diese Ausbildungsveranstaltung nur wärmstens
weiterempfehlen.
Schorsch Schäfer
Stellv. GBI der Feuerwehr 65620 Waldbrunn/Ww.
Sesam öffne Dich! Die Feuerwehr Hofheim am Taunus bietet für interessierte Feuerwehren eine Seminarreihe an, die sich mit dem Notfallmäßigen Öffnen von Schlössern, Türen, Fenster, Pkw und Aufzügen beschäftigt. Natürlich aus der Sicht der Feuerwehr: Möglichst schnell und unkompliziert. Ich hatte das Vergnügen den ersten Teil der Seminarreihe zu besuchen. Nun hat sich bei der groben Planung für diesen Artikel herausgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, über dieses Seminar zu schreiben, ohne potentiellen Einbrechern eine schöne Anleitung und Tipps für ein möglichst schnelles Eindringen in fremdes Eigentum zu geben. Aus diesem Grunde werde ich – auch um nicht gegen die Belehrung zu verstoßen – sehr wenig über die detaillierten Inhalte des Seminars berichten und mehr über den Ablauf. Aus diesem Grund habe ich auch auf eine Bebilderung des Artikels verzichtet. Als wir am Morgen an der imposanten Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hofheim am Taunus eintrafen (mehr zur Wache und zur Feuerwehr demnächst), wurden wir von unseren Ausbildern im Empfang genommen und in den Lehrsaal geführt. Als erstes stand, wie bei jedem Lehrgang, das Thema “Rechtsgrundlagen” auf dem Programm. Diesmal mit besonderer Brisanz, denn wir waren im Begriff zu lernen, wie man bei anderen Leuten einbrechen kann. Die Grundlage für unser Tun ist, wie so oft das Grundgesetz und das HBKG (Hessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz). Tipp hierbei: Immer mit Polizei. Anschließend ging es endlich zur Sache. Wie öffne ich eine Tür, die einfach nur ins Schloss gefallen ist? Hier konnten wir zum ersten Mal selbst Hand anlegen – und wir waren überrascht, wie schnell das geht. Mit dem richtigen Werkzeug ist jede Tür in höchstens einer Minute geöffnet. Ach ja, das Werkzeug. Auch hier möchte ich nicht wirklich ins Detail gehen. Zum einen aus den o.g. Gründen der Kriminalitätsvorbeugung, zum anderen aber auch, weil sich um viele patentgeschützte Werkzeuge handelt. Einen Werkzeugsatz zum Öffnen unverschlossener Türen kann sich jede Feuerwehr schon für kleines Geld erwerben. Die Anschaffung lohnt in jedem Fall, da man bei unverschlossenen Türen nicht immer zerstörende Öffnungstechniken anwenden muss, und so dem Betroffenen einen größeren Schaden erspart. Im nächsten Part wurde das Öffnen von Fenstern besprochen und auch praktiziert. Ein gekipptes Fenster stellt in der Regel nun kein Hindernis mehr für mich dar. Auch hier zum Werkzeug nur soviel: Für diese Techniken bieten einige Hersteller spezielle Öffnungswerkzeuge an. Nach dem Mittagessen kamen wir zum Öffnen abgeschlossener Türen. Zuerst wurden wir aber umfangreich in die Technik und die Grundlagen der Schließzylinder eingewiesen, um dann mit verschiedenen Werkzeugen der verschiedenen Herstellern die möglichen Öffnungstechniken zu probieren. Dazu zählen: Kernziehen, Ziehen, Bohren, Brechen und Fräsen von Profilzylindern. Wer dachte, die Geräte des Herstellers Wendt im Volksmund meist unter dem Namen ZiehFix® bekannt, wären von dem zeitlichen Gewinn das Nonplusultra, der sollte sich mal mit dem Oldsen-Werkzeug vertraut machen. Mit diesem Ziehgerät ist ein gewöhnlicher Standardprofilzylinder in weniger als 20 Sekunden geknackt. Aber eben nur ein gewöhnlicher. Und das ist auch das große Problem, welches sich für uns als Feuerwehr stellt. Wir werden i.d.R. selten von dieser Situation berührt und haben keine Routine auf diesem Gebiet. Woher erkennt man, ob es ein gewöhnlicher oder ein hochwertiger Zylinder mit Ziehschutz, Sollbruchstelle, Bohrschutz, Kernziehschutz usw. ist? Eigentlich erst, wenn man merkt dass man mit der ein oder anderen Technik nicht weiterkommt. Oder man hält sich an die im Seminar ausführlich erläuterten Erkennungsmerkmale zum Unterscheiden der verschiedenen Öffnungstechniken. Auch hier ein Tipp: Steht auf einem Zylinder als Hersteller “KESO” oder auf einer Eingangstür “BIFFAR”, sucht Euch einen anderen Weg, denn es würde schneller gehen, ein Loch in die Wand zu stemmen, als diese Schlösser/Türen zu knacken. Dies sind Hersteller deren Namen für Sicherheitszylinder und –türen stehen. Sicherlich ist es nicht unmöglich diese zu überwinden, allerdings nur mit großem finanziellem Schaden für den Betroffenen und wir müssten als Feuerwehr weiteres sehr teueres Spezialwerkzeug vorhalten. Zum Ende hin wurden noch Pkw-Öffnungstechniken und Aufzugsöffnungen theoretisch erläutert. Diese sind ausführlich Thema im “Refresher-Seminar”, welches auf das Grundseminar aufbaut. Als Fazit kann man dieses Seminar wirklich nur empfehlen. Es gibt einen umfangreichen Überblick über das Thema und ist auch genau auf die Feuerwehr zugeschnitten. Warum sollten Feuerwehren immer viel Geld für die Ausbildung bei Spezialherstellern ausgeben oder sich die Ausbildung sparen und dann einen meist großen Schaden anrichten, wenn Sie eine umfassende, professionelle und gute Ausbildung auch bei der Feuerwehr bekommen können ohne hohe Kosten. Wer neue Werkzeuge beschaffen will, sollte sich erst in einem Seminar die Vor- und Nachteile für den Anwendungsbereich Feuerwehr ansehen, weil sich so Kosten sparen lassen, da nicht alle Werkzeuge auf dem Markt für den Einsatz bei der Feuerwehr Sinn machen. Außerdem bieten die Ausbilder gerne Hilfestellung bei der Neubeschaffung oder Tipps für die perfekte Grundausstattung.
Original Artikel: www.feuerwehr-weblog.de